(Arbeitstitel)
Nach der Amerikanischen Revolution sah sich die junge Republik mit einem widersprüchlichen Verständnis von Freiheit und Unabhängigkeit konfrontiert, das in erster Linie wohlhabenden weißen Männern vorbehalten war. Frauen fanden in den verfassungsrechtlichen und institutionellen Diskursen der neuen Nation kaum Erwähnung. Das Projekt untersucht, wie frühe amerikanische Erzählungen, in denen junge Frauen im Mittelpunkt stehen, einen Einblick in Akte des Widerstands und von Kontrolle geben, die Frauen gewährt und von ihnen beansprucht wurden. Ich untersuche daher verschiedene Printmedien der frühen Nation und die Art und Weise, wie diese Medienformen, insbesondere der Roman und das Magazin, Räume bieten, in denen Frauen die Grenzen der patriarchalischen Hierarchie der amerikanischen Republik erkunden und überwinden können. Die Dissertation rückt darüber hinaus eine transatlantische Perspektive in den Vordergrund, indem sie Erzählungen aus dem revolutionären Haiti und Frankreich einbezieht. Ermöglicht wird dadurch die Klärung der Frage, wie das Gedankengut der Aufklärung des späten 18. Jahrhunderts die fortwährende Auseinandersetzung darüber vorantrieb, was es bedeutete, eine junge, oft weiße Frau, aber auch ein*e Bürger*in in der frühen Republik zu sein.

